Qwello nimmt seine ersten öffentlichen Ladestationen in Frankfurt am Main in Betrieb
Lange Zeit hatte die Elektromobilität es in Deutschland schwer. Das im Jahr 2010 von der damaligen Bundesregierung verkündete Ziel, bis 2020 eine Million E-Autos auf deutsche Straßen zu bringen, wurde im August vergangenen Jahres mit leichter Verzögerung erreicht. Heute, ein Jahr später, scheint die Elektromobilität in Deutschland endgültig in die Überholspur gewechselt zu sein. Im aktuellen Elektromobilitäts-Trendbarometer der renommierten Beratungsgesellschaft Bearing Point gaben rund 34 Prozent der Befragten an, dass ihr nächstes Auto ein E-Auto sein sollte. Neben E-Autos wird jedoch auch die dafür notwendige Ladeinfrastruktur benötigt.
In Frankfurt am Main hat der Ladeinfrastruktur-Anbieter Qwello heute (Montag) seine ersten drei Ladesäulen im Stadtteil Bockenheim am Weingarten in Betrieb genommen. Dabei soll es jedoch nicht bleiben: Qwello verfolgt ambitionierte Ausbaupläne für die Mainmetropole. Das Münchner Start-up hatte hierfür bereits 2021 eine Niederlassung in Frankfurt am Main gegründet und setzt vor Ort eigene Mitarbeiter ein.
Die Ladeinfrastrukturlösung von Qwello, die unter anderem per App gesteuert werden kann und sich bereits in anderen europäischen Metropolen wie München, Hamburg, Berlin oder Stockholm bewährt hat, kommt nun auch in Frankfurt am Main zum Einsatz. Durch eine intelligente Kombination aus Hardware und Software bietet der Betreiber ein hohes Maß an Nutzerfreundlichkeit und plant, in den kommenden Jahren eine Vielzahl von AC-Ladesäulen im Stadtgebiet zu installieren und zu betreiben.
Mit der Installation der ersten drei Ladesäulen beginnt nun der weitere Ausbau der so dringend benötigten Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum. Als Investor mit privatem Kapital plant und unterstützt Qwello den Aufbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet von Frankfurt am Main sowie in weiteren umliegenden Kommunen.
„Der heutige Startschuss für den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Mainmetropole ist für uns alle bei Qwello ein großartiger Moment. Er zeigt das Potenzial einer erfolgreichen Partnerschaft zwischen dem Amt für Straßenbau und Erschließung, dem Netzbetreiber NRM, den Mobilitäts- und Wirtschaftsdezernaten der Stadt Frankfurt und uns als Lösungsanbieter für Ladeinfrastruktur. Unser Fokus liegt nun auf dem weiteren Ausbau des Frankfurter Ladenetzes entsprechend den Bedürfnissen der Stadt. So leisten wir mit unseren einzigartig nutzerfreundlichen und auf die Bedürfnisse der Stadt optimierten Ladestationen einen Beitrag zur Erreichung der kommunalen Klimaschutzziele und ermöglichen den vielen zukünftigen Nutzern der E-Mobilität ein zuverlässiges und komfortables Ladeerlebnis", sagt Qwello-CEO Henrik Thiele.
Frankfurts Wirtschaftsdezernentin, Stadträtin Stephanie Wüst, unterstützt die Ausbaupläne der Ladeinfrastruktur-Anbieter in Frankfurt am Main. „Mit dem Open-Market-Modell verfolgt die Stadt Frankfurt das Ziel, eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur zu schaffen, deren Netz den Nutzern stadtweit zur Verfügung steht. Positiv ist an dieser Stelle, dass sich die Anbieter der steigenden Nachfrage nach Ladeinfrastruktur mit ambitionierten Ausbauplänen stellen. Nur so können wir Angebote schaffen und die Nutzung der Elektromobilität attraktiv machen", erklärte die Frankfurter Wirtschaftsdezernentin anlässlich der Inbetriebnahme der neuen Ladestationen am Weingarten.
Wolfgang Siefert, Berater des Dezernenten für Mobilität, Stefan Majer, blickt optimistisch auf die aktuelle Entwicklung: „Mittlerweile sind fünf Anbieter in der Stadt Frankfurt aktiv. Wir erwarten, dass es in diesem Jahr allein im öffentlichen Raum rund 380 Ladepunkte für E-Autos in Frankfurt geben wird. An den Pilotstandorten übernimmt die Stadt Frankfurt die Kosten für Beschilderung und Markierung – nicht zu unterschätzen ist dabei der enorme Arbeitsaufwand, der von der Verwaltung geleistet wird. So beschleunigen wir während der Pilotphase den Ausbau der E-Ladeinfrastruktur in Frankfurt."
